Um 7.56 Uhr Ortszeit (5.56 Uhr MESZ) explodierte ein Sprengsatz an der Haltestelle Lubjanka, die gegenüber der Zentrale des Inlandsgeheimdienstes FSB liegt. Von dort aus werden die Aktionen gegen die Rebellen in der Konfliktregion Nordkaukasus geplant. Nur 44 Minuten später detonierte die zweite Bombe an der U-Bahn-Station Park Kultury. Es war der erste Anschlag auf die Metro seit sechs Jahren. Der Chef des FSB, Alexander Bortnikow, machte islamistische Terroristen aus dem Nordkaukasus für das Blutbad verantwortlich. Präsident Dmitri Medwedew ordnete für das ganze Land verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an . W eltweit lösten die Bluttaten Entsetzen und Empörung aus. "Wir können es nicht erlauben, dass Gewalt gegenüber Freiheit und Demokratie die Oberhand gewinnt", erklärte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Brüssel. US-Präsident Barack Obama bekundete in Washington dem russischen Volk seine Solidarität. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einem schrecklichen Ereignis . dpa/roe Seite 3