Mit dem Regen kommt das Blitzeis: Der Südwesten Deutschlands bekam das seit Donnerstagabend zuerst zu spüren. In der Nacht sollte der Eisregen die Region erreichen. Für weite Teile Brandenburgs und Sachsens wurden am Freitag bereits Unwetterwarnungen herausgegeben.

Unzählige Unfälle gab es in Baden-Württemberg auf spiegelglatten Straßen. Es gab viele Verletzte, mindestens ein Mann kam ums Leben. Es kam zu Behinderungen im Nah- und Bahnverkehr. Wegen Eisregens am Frankfurter Flughafen erhielten in der Nacht 40 Maschinen mit Sondergenehmigung eine Starterlaubnis nach 23 Uhr, wenn Nachtflugverbot gilt .

Der Regen aus Südwesten, der sich bis zum Samstag von West nach Ost über Deutschland ausbreiten sollte, beendet das Wintergastspiel. Regnerisch und relativ mild bleibe es bis in die nächste Woche, sagte Meteorologin Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Möglicherweise sei das ein vorgezogenes Weihnachtstauwetter - eine für diese Jahreszeit nicht untypische Konstellation mit Milderung nach dem ersten richtigen Wintereinbruch. Schuld ist Tief "Nicki" über dem Nordatlantik, das immer wieder Wolken mit Schnee, Schneeregen oder Regen nach Deutschland bringt. Die Temperaturen steigen am Wochenende auf zehn Grad im Westen und sechs Grad im Osten. Ob sich damit auch die Chancen auf Schnee zu den Feiertagen verschlechtern, war noch unklar. Der in den vergangenen Tagen gefallene Schnee schmilzt so rasch, dass in einigen Regionen die Hochwassergefahr wächst .