Diese müsse zuerst in den Kindertagesstätten ansetzen, da die Wurzeln für die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen bereits im frühen Kindesalter lägen, sagte Blechinger gestern in Potsdam.
"Wenn man erst anfängt, wenn Jugendliche zum Baseballschläger greifen, ist es zu spät." Daher greife es zu kurz, Potzlow auf einen rechtsextremen Anschlag zu reduzieren, da die Gewaltbereitschaft früher ausgeprägt werde als rechtsextremistische Überzeugungen. Wer schon als Kind gewaltbereit sei, Schwächere schlage, sei eher anfällig für rechtsextremes Gedankengut.
Die CDU-Politikerin begrüßte ausdrücklich Pläne von Bildungsminister Steffen Reiche (SPD), an den märkischen Kitas ein Frühwarnsystem aufzubauen, um auffällige und aggressive Kinder rechtzeitig zu erkennen und rechtzeitig pädagogisch zu intervenieren. In diesem Zusammenhang sprach sich Blechinger dafür aus, trotz der Haushaltskrise den "bisherigen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz" in Brandenburg zu erhalten. "Das werden wir nicht zurückschrauben", so die CDU-Politikerin.
Das hohe Betreuungsniveau im Lande sei ein Vorteil, da so ein "direkter Draht" zu Problem-Familien möglich sei. Auch sei es sinnvoll, an den Kindertagesstätten Erziehungsberatungen für Eltern anzubieten. (Eig. Ber./thm)