Mehr als 500 Polizisten hat das Land Brandenburg zum Schutz des G20-Gipfels in Hamburg abgestellt. Dazu zählen drei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei, motorisierte Lotsendienste, Wasserschutzpolizei und weitere Experten. Eingesetzt sind die Brandenburger Polizisten unter anderem im Objektschutz für die Staatschefs, etwa von Russlands Präsident Wladimir Putin, wie Mörke am Freitag bestätigte. Dabei seien die Brandenburger Einsatzkräfte auch bereits Angriffen der Randalierer ausgesetzt gewesen, die versuchten Tagungs- und Übernachtungseinrichtungen zu stören, so Mörke. "Verletzt wurde dabei aber niemand. Das ist die gute Nachricht."

Nach einer Krawallnacht mit nach offiziellen Angaben mehr als 110 verletzten Polizisten und mindestens 29 Festnahmen eskalierte die Lage in Hamburg am Morgen erneut. Hunderte Protestierer versuchten, in die Hochsicherheitszone um den Tagungsort vorzudringen. An verschiedenen Stellen der Stadt gingen Autos in Flammen auf. Auch der Brandenburger Wasserwerfer war bei den Demonstrationen am Abend im Einsatz.

Die Hamburger Polizei hat nach Informationen der Zeitung "Die Welt" weitere Einsatzkräfte aus den Bundesländern angefordert, aus Brandenburg bisher nicht. Er rechne auch nicht damit, sagte Mörke. Man habe von Anfang an ein großes Kontingent angeboten, das in Hamburg nun auch zum Einsatz komme.