Gerade nach der Urlaubszeit würden Männer noch "nach und nach" kommen und ihre Proben abgeben, fügte sie hinzu. Insgesamt waren rund 6300 Männer zur Speichelabgabe aufgerufen. Davon hatten knapp 1000 Männer ihre Teilnahme abgesagt. 500 Teilnehmer entsprachen wegen ihrer Körpergröße oder ihres Alters nicht den Kriterien des gesuchten Täters. Mit dem Gentest wollen die Ermittler einem Vergewaltiger auf die Spur kommen.
Bis Ende August werden noch Proben entnommen, um eine erste Bilanz zu ziehen, erklärte die Sprecherin. Derzeit würden auch noch Männer angeschrieben oder mit ihnen geredet, um eine Probe zu bekommen. Probleme bereiten den Ermittlern vor allem die Personen, die unbekannt verzogen seien. Der Zeitpunkt des Wohnwechsels sei im Zusammenhang mit der Tat besonders interessant, sagte die Sprecherin.
Der gesuchte Sexualstraftäter hatte im September 2005 in Dresden eine Neunjährige und im Februar 2006 in Coswig eine Elfjährige vergewaltigt. In beiden Fällen hatte der Mann die Mädchen an einem Dienstagabend in sein Auto gezerrt, sie im Wald missbraucht und in der Nähe des Entführungsortes wieder abgesetzt. (ddp/mb)