Die Behörden sollten die aktuellen Berichte von Hilfsorganisationen zur Sicherheitslage im Iran ernst nehmen. Konvertierten drohe im Iran eine Gefahr nicht nur von staatlichen Stellen, sondern auch von extremen Islamisten-Gruppen. Bohl appellierte an den Gesetzgeber, bei Anordnungen zur Ausweisung nicht das sogenannte religiöse Existenzminimum zum Maß der Beurteilung zu machen, sondern, wie von der EU vorgeschlagen, auch die Gefahren bei einer öffentlichen Religionsausübung zu beachten.
Der Fall Yaqobbi ging in Deutschland nach Angaben der evangelischen Landeskirche durch alle Instanzen, zuletzt hatte das Bundesverwaltungsgericht im März die Abschiebung bestätigt. (ddp/kr)