"Aber jede dieser Kleinstgemeinden braucht einen eigenen Haushaltsplan und eine eigene Rechnungsprüfung." Er kündigte eine "Regionalisierung" an: Gemeinden und Kirchenkreise sollen verstärkt zusammengefasst werden. "Bei nur acht Konfirmanden in einer Gemeinde macht es mehr Sinn, wenn sich benachbarte Gemeinden beim Konfirmandenunterricht zusammentun, als wenn sich jeder Pfarrer mit einer kleinen Gruppe hinsetzt", sagte Dröge. Parallel dazu kündigte Dröge eine Werbekampagne für den Konfirmandenunterricht ebenso an, wie ein weiteres Eintreten für das Schulfach Religion.

Deutlich grenzte sich der Theologe von Positionen der römisch-katholischen Kirche ab. "Wir treten für die Rechte von gleichgeschlechtlich Liebenden ein, kennen keine personalrechtlichen Konsequenzen für Geschiedene und bieten eine ergebnisoffene Schwangerschaftskonfliktberatung an." Den in dieser Woche anstehenden Papstrücktritt nannte Dröge einen "hochverantwortlichen Schritt", der dem in der evangelischen Kirche vorhandenen Verständnis zeitlich begrenzter Ämter nahekomme. Er hoffe, dass mit dem Nachfolger von Benedikt XVI. das ökumenische Gespräch verstärkt werde.