Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor berichtet, dass der Finanzbedarf des hochverschuldeten Landes um weitere 6,2 Milliarden Euro gewachsen sei und die Geldgeber nun von einer Gesamtsumme von etwa 92 Milliarden Euro ausgingen. Diese 6,2 Milliarden Euro muss Griechenland jedoch selbst aus Privatisierungserlösen decken, die Summe ist nicht Teil der ESM-Hilfen. Wie aus dem Antrag der Bundesregierung für die Abstimmung am heutigen Mittwoch im Bundestag hervorgeht, setzt sich der noch nicht gedeckte Finanzbedarf Griechenlands von August 2015 bis August 2018 wie folgt zusammen: 54,1 Milliarden Euro sind für den Schuldendienst, rund sieben Milliarden Euro für den Abbau von Zahlungsrückständen, 7,6 Milliarden Euro zum Aufbau von Reserven und bis zu 25 Milliarden Euro für die Rekapitalisierung von Banken vorgesehen.