Momentan könnten landesweit täglich 300 Untersuchungen durchgeführt werden. "Wir haben derzeit einen Stand in Chemnitz von rund 150 Untersuchungen am Tag, in Dresden rund 100 Untersuchungen am Tag. Und Altscherbitz derzeit - das ist ein Landeskrankenhaus in der Nähe von Leipzig - 50 Untersuchungen am Tag", sagte Ulbig.

Täglich kommen seinen Angaben zufolge bis zu 750 neue Flüchtlinge in den Freistaat. Die hohe Zahl ergebe sich daraus, dass Sachsen in den zurückliegenden Wochen aus Bayern 4500 Asylbewerber weniger abgenommen habe als vorgesehen, so dass diese nun in einer Größenordnung von rund 450 Flüchtlingen täglich zusätzlich aufgenommen werden müssten. Normal seien 200 bis 300 täglich.

Erstuntersuchung und Registrierung der Flüchtlinge durch die Zentrale Ausländerbehörde sind Voraussetzungen für die sogenannte Abverteilung der Menschen aus der Erstaufnahme in kommunale Einrichtungen. Aufgrund der dramatischen Unterbringungsprobleme wird auf eine Registrierung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) bereits verzichtet.

Ab dem 10. Oktober sollen laut Ulbig 40 Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit das Bamf in Sachsen bei der Registrierung unterstützen.