Aber daneben war es auch ein Treffen derer, die vor bald 18 Jahren etwas mit weit reichender Wirkung gewagt hatten. Richard Schröder, Martin Gutzeit, Markus Meckel waren da - die Wiederbegründer der ostdeutschen Sozialdemokratie und dankten damit einem Mann, der ihnen geholfen, der sie ermutigt hatte.
In der Golgatha-Kirche und mit der wohlwollenden Duldung von Peter Hilsberg hatten sie, wie Richard Schröder erzählte, im August 1989 zum ersten Mal das Vorhaben öffentlich bekannt gemacht. Die Partei, die daraus wurde, regiert heute in Brandenburg. Stephan Hilsberg, der Sohn des Pfarrers, erster Sprecher der Ost-SPD, ist seit 1990 Bundestagsabgeordneter im Elbe-Elster-Kreis. Und der Cottbuser Abgeordnete Steffen Reiche verdankt seine Karriere den Männern, die wie Peter Hilsberg ihre Kirchen öffneten für den Weg in die Demokratie.
Gekommen war auch Christoph Singelnstein, der Chef von Antenne Brandenburg mit seinen Erinnerungen an den Pfarrer, dem er vertraute, den er schätzte und der die Kinder taufte. Peter Hilsberg hat weit über Berlin-Mitte hinaus seine Spuren hinterlassen - manche davon enden in der Lausitz.