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Biotope statt Kohlegruben

Berlin/Cottbus. Bei der Umwandlung der vom Braun koh le tagebau in Ostdeutschland hinterlassenen Brachen, Restlöcher und Kippen in Badeseen und Gewerbegebiete ist ein weiterer Schritt getan. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sowie die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen haben am Freitag in Berlin ein Abkommen für die nächste Finanzierungsrunde unterschrieben. dpa/roe

Bereits im November hatten sie sich darauf geeinigt, bis 2022 erneut 1,23 Milliarden Euro zu investieren. "Bund und Länder bekennen sich zur Fortführung dieser Aufgaben", sagte Schäuble am Freitag. Mit rund 615 Millionen Euro fließt etwa die Hälfte des Geldes in die brandenburgische Lausitz. Rund 500 Millionen Euro gehen an Sachsen und 150 Millionen Euro an Sachsen-Anhalt. Thüringen bekommt gut 23 Millionen Euro. Der Bund trägt den Pakt mit 851 Millionen Euro.

"Das sichert den Menschen in der Region eine Perspektive. Nämlich den Menschen in einer Region, die nicht mehr eine Mondlandschaft ist", sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). "Eine ganze Region hat ein neues Gesicht bekommen", sagte der Ministerpräsident von Brandenburg, Dietmar Woidke (SPD).

Indes hat der Bau der technischen Anlagen für die Flutung des ehemaligen Braunkohle-Tagebaus Cottbus-Nord begonnen. Aus der Grube soll in einigen Jahren der größte künstliche See Deutschlands mit 19 Quadratkilometern Wasseroberfläche entstehen - der Cottbuser Ostsee. Am Freitag gab es für das Einlaufbauwerk den ersten Spatenstich. Die Flutung soll im Winterhalbjahr 2018/19 beginnen.

Lokales Seite 17