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| 18:45 Uhr

Bildung
Sachsen top, Brandenburg Flop

Potsdam/Dresden. Im bundesweiten Bildungsmonitor bleibt der Freistaat spitze, während die Mark zurückfällt. Von Jan Siegel

Sachsen ist beim Bildungsmonitor 2018 zum 13. Mal in Folge auf dem ersten Platz gelandet. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich der Freistaat sogar noch verbessern, teilte das Kultusministerium in Dresden am Mittwoch mit. Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bewertet die Bildungssysteme der Bundesländer auf zwölf Gebieten und anhand von rund 90 Indikatoren. In den meisten Bereichen schneidet Sachsen sehr gut ab. Besondere Stärken werden dem Freistaat bei den Kategorien Förderinfrastruktur und der Vermeidung von Bildungsarmut (jeweils Platz eins) zugestanden.

Das Bildungssystem in Brandenburg hat sich dagegen im Wettbewerb mit allen anderen Bundesländern gegenüber dem Vorjahr wieder verschlechtert. Nach Platz zwölf im vergangenen Jahr rutschte Brandenburg im Bildungsmonitor 2018 mit 43,7 Punkten auf Platz 14 direkt hinter Berlin. Im Vorjahr hatte Brandenburg noch 47,4 Punkte erreicht. Im Vergleich mit dem Jahr 2013 verlor Brandenburg drei Punkte.

Das Brandenburger Bildungsministerium teilte dazu am Mittwoch mit, viele Aussagen der Studie müssten aufgrund der Datengrundlage angezweifelt werden. „Wie bereits in den vergangenen Jahren werden zum Teil ältere und bereits bekannte Ergebnisse internationaler, nationaler und länderspezifischer Studien miteinander vermischt“, so das Ministerium. Für das Bildungssystem im Land Brandenburg habe die Studie nur sehr geringen Wert.

Im aktuellen Bildungsmonitor beziehen sich die Forscher auf Zahlen von 2015 und 2016.