Knapp ein Jahr später ist nun klar: Es hat nicht funktioniert, die Reform der Cottbuser SPD-Politikerin ist fundamental gescheitert.

"Ich prüfe die Auflösung des Landesschulamtes", sagte Bildungsminister Günter Baaske (SPD) am Montag in Potsdam. Stattdessen sollten die Regionalschulämter direkt dem Ministerium unterstellt werden. Denn heute gebe es Kommunikationsprobleme: Wolle das Bildungsministerium erfahren, was in einer Schule schieflaufe, rufe es mittlerweile direkt bei den Regionalschulämtern an. Baaske: "Nicht einmal mit einem großen, charismatischen bildungspolitischen Kopf an der Spitze des Landesschulamts hätte diese Reform funktioniert." Nun will der Minister die regionalen Schulämter stärken. Oppositionsvertreter begrüßten diese Pläne. "Das Scheitern der Schulamtsreform war von Anfang an absehbar", sagt etwa der Prignitzer Landtagsabgeordnete und CDU-Bildungsexperte Gordon Hoffmann. Und auch die Bildungspolitikerin der Grünen, Marie-Luise von Halem, erklärte, man habe nie verstanden, wie eine zusätzliche Verwaltungsebene die Kommunikation verbessern solle.