"Das ist aus guten Gründen so üblich", sagt Vattenfall-Sprecher Stefan Müller. Jetzt werde geprüft, ob das Interesse der Bewerber ernsthaft sei und sie bestimmte Voraussetzungen erfüllten, um dann konkrete Verhandlungen aufzunehmen. Verkauft werden sollen alle laufenden Lausitzer Braunkohle-Tagebaue und Braunkohle-Kraftwerke, sowie ein Kraftwerksblock in Lippendorf bei Leipzig. Zum Angebotspaket gehören auch die zehn Wasserkraftwerke des Konzerns in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Als potenzielle Kaufinteressenten sind bisher zwei tschechische Energiekonzerne öffentlich bekannt geworden. Eine davon ist Eigentümer des mitteldeutschen Kohleunternehmens Mibrag. Die Umweltorganisation Greenpeace hat laut Medienberichten über ihre schwedische Abteilung ebenfalls ein Kaufinteresse an der Lausitzer Braunkohle. Auf der Internetseite von Greenpeace Schweden wurde am Dienstag ein Brief an die US-Bank Citigroup veröffentlicht, die mit dem Braunkohle-Verkauf von Vattenfall beauftragt wurde. Greenpeace Schweden begründet das Angebot damit, durch einen Kauf die Braunkohleverstromung begrenzen zu wollen.