Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob es sich bei den Hooligans tatsächlich um Rechtsradikale und um eine kriminelle Vereinigung handelte. Ein Urteilstermin vor dem BGH steht noch nicht fest.

Das Landgericht hatte es als erwiesen angesehen, dass die fünf sich als Mitglieder der "Hooligans Elbflorenz" mit anderen Hooligans zu organisierten Schlägereien etwa am Rande von Fußballspielen verabredeten. Außerdem sollen sie im Juni 2008 in einer Gruppe - der BGH spricht von mindestens 80 Personen - nach dem EM-Halbfinalspiel zwischen Deutschland und der Türkei in der Dresdner Neustadt Dönerläden überfallen haben.

Das Landgericht sah bei den Angeklagten eine rechtsradikale Gesinnung. Es habe zahlreiche Verbindungen zur rechtsextremen Szene gegeben wie etwa zur verbotenen Kameradschaft "Skinhead Sächsische Schweiz", hieß es etwa zur Begründung des Urteils.