Die Mitte September in die Kritik geratene Referentin der Landeszentrale für politische Bildung und ehemalige Bundestagsabgeordnete, Angelika Barbe, wies in einem internen Schreiben jegliche Verantwortung für die Erklärung gegen Stange von sich.
In ihrer auf den 26. September datierten Stellungnahme schreibt Barbe, sie habe den Protestbrief "weder verfasst noch unterzeichnet". Auch stehe die Erklärung "nicht im Zusammenhang mit der politischen Bildungsarbeit der Landeszentrale". Barbe war vorgeworfen worden, die Opferverbände zum Protestschreiben angehalten zu haben. Stange war bis 1988 SED-Mitglied.
Gestern Abend sollte ein Gespräch mit Kultusminister Steffen Flath (CDU) stattfinden, in dem er zum Fall Barbe Stellung nehmen sollte. Im Zuge der Affäre war Barbe von der Landeszentrale die Zuständigkeit für die Opferverbände entzogen worden. (ddp/ta)