Nach Auffassung des Gerichtes hat der frühere Unionspolitiker zu viel Ruhestands- und Übergangsgehalt erhalten sowie einen Schaden verursacht, weil er keine Umsatzsteuererklärung abgegeben hatte. Es sei ein Gesamtschaden von 151 702 Euro entstanden: "Der Angeklagte hat vorsätzlich gehandelt", sagte die Vorsitzende Richterin. Sie sprach von einem "permanenten Verschleiern". Schelter hatte zuvor ein Geständnis abgelegt, das sich strafmildernd auswirkte. Dem Bund sei ein Schaden von 114 733Euro entstanden, dem Land Brandenburg 8102 Euro. Den Steuerschaden bezifferte das Gericht auf 28 867 Euro. Ob die Verteidigung Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen wird, stand am Montag noch nicht fest.

Der ehemalige Brandenburger Justizminister, Vater dreier erwachsener Kinder, arbeitet heute als Rechtsanwalt in München mit einem breiten Angebotsspektrum, das sich laut der Internetseite vom Verwaltungs-, Beamten- und Sozialhilferecht bis zum Kirchen-, Polizei und EU-Recht erstreckt.