Die Staatsanwaltschaft hatte 16 Monate Freiheitsentzug auf Bewährung gefordert.
Zimmermann wird vorgeworfen, zusammen mit seinem einstigen Büroleiter Joachim Domeratzky für die unrechtmäßige Förderung einer Schaubäckerei auf seinem Familienhof in Schöna-Kolpien (Teltow-Fläming) verantwortlich zu sein (die RUNDSCHAU berichtete). In das Projekt flossen rund 250 000 Euro. Einen Freispruch des Landgerichts vom Februar 2002 hatte der Bundesgerichtshof aufgehoben.
Außerdem soll Zimmermann nach dem Willen der Anklagebehörde eine Geldstrafe von 5000 Euro zahlen sowie über einen Zeitraum von drei Jahren kein öffentliches Amt ausüben dürfen. Für Domeratzky forderte die Staatsanwaltschaft zehn Monate auf Bewährung sowie eine Geldstrafe von 2000 Euro. Beide Angeklagte hätten den Tatbestand des Subventionsbetruges und der Untreue in besonders schwerem Fall erfüllt, betonte Staatsanwalt Ralf Roggenbuck. "Ich habe es selten erlebt, dass Angeklagte so manipuliert, zurückdatiert und gelogen haben."
Subventionsbetrug sei Zimmermann nicht nachzuweisen, meinten seine Anwälte. Sein Mandant habe weder sich noch seine Familie bereichern wollen, sondern er habe "was für die Region getan", sagte Anwalt Graefe. Dem Ex-Minister habe lediglich die politische Sensibilität gefehlt. (dpa/ta)