Die Kritik seitens der Polizeigewerkschaften und einiger Politiker in den vergangenen Tagen wiesen die Bewährungshelfer zurück. Die innere Sicherheit aufgrund der früheren Vollzugslockerung infrage zu stellen, sei "unmoralisch und verantwortungslos, sowohl den Straftätern als auch der Öffentlichkeit gegenüber". Die ADB fürchtet eher die Folgen einer zu langen Haftzeit ohne Urlaub und plädiert für Resozialisierung durch Haftlockerungen.

Hintergrund der Diskussion ist, dass die Bundesländer den Strafvollzug in ihren Gesetzen neu regeln müssen. Zehn Länder, darunter Brandenburg, hatten sich im September auf Lockerungen im Strafvollzug geeinigt. Dabei macht sich vor allem Brandenburgs Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) für einen früheren Hafturlaub stark. Polizeiexperten und die Brandenburger CDU lehnen die Pläne ab.