Sein 40- jähriger Betriebsleiter wurde vom Vorwurf der Beihilfe freigesprochen.

Der 64-Jährige soll die Abfallanlage in Schilda-Tröbitz (Elbe-Elster) bis 2008 fünf Jahre vorsätzlich unerlaubt betrieben haben. Daher solle er den daraus resultierten Mehrgewinn von 600 000 Euro an den Staat zahlen.

Aus Sicht von Richter Thomas Dreher wurde aus Gewinnsucht gehandelt. Dabei habe der 64-Jährige den mit Schwermetallen durchsetzten Abfall nicht beseitigt, sondern entsorgt. Die sechs Hektar große Kiesgrube sei eine Deponie.

Mit dem Urteil blieb die Kammer deutlich unter den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte für den 64-Jährigen eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verlangt. Der Komplize sollte 4000 Euro Strafe zahlen.