Anregungen und Denkanstöße für die Präsentation soll eine Tagung bringen, die bis Freitag mit dem Titel "Lebenswege ins Ungewisse" in Görlitz läuft. Die Landesausstellung in der Neißestadt soll 2011 die alte Handelsstraße Via Regia in den Mittelpunkt rücken. Görlitz war eine Station an der Ost-West-Verbindung, die von Kiew bis ins spanische Santiago de Compostela führte. Nach Angaben von Bauer sollen drei parallele Ausstellungen von Görlitzer Einrichtungen die zentrale Präsentation im Kaisertrutz ergänzen. Neben dem Schlesischen Museum beteiligen sich das Kulturhistorische Museum im Barockhaus sowie das Senckenberg Museum für Naturkunde. Mit Migration und Wanderungsbewegung werde ein Thema aufgegriffen, das in der persönlichen Biografie vieler Einwohner von Görlitz und der polnischen Nachbarstadt Zgorzelec eine Rolle spiele, sagte Bauer. Durch Vertreibung und Neuansiedlung habe es 1945 einen völligen Austausch der Bevölkerung im östlichen Teil der Stadt gegeben. Kaum eine andere Stadt in Deutschland sei durch Fluktuation derart geprägt. Mit den Landesausstellungen will Sachsen national und international auf die Geschichte einer Region aufmerksam machen. Zur ersten Schau 1998 kamen etwa 360 000 Besucher ins Kloster St. Marienstern nach Panschwitz-Kuckau. dpa/ta