„Es geschieht immer wieder, dass Sperrbereichsgrenzen übertreten werden auf der Suche nach einem scheinbar geeigneten und ungestörten Badeplatz, Wege befahren oder sogar Schneisen freigeschnitten werden, um am Wasser seine Zelte aufzuschlagen“, sagte LMBV-Pressesprecher Uwe Steinhuber am Mittwoch. Das Wetter der vergangenen Wochen verleite viele zum Baden in noch „unfertigen“ Gewässern.

Der Bergbausanierer kümmert sich um die Wiederherstellung von ehemaligen Braunkohletagebau-Gruben aus DDR-Zeiten. Bis daraus Seen entstehen, braucht es Jahre. So müssen etwa die Böschungen gesichert werden. Solche Flächen sind in der Regel gesperrt, weil sie Gefahren bergen.

Am Dienstag hatten Taucher nach tagelanger Suche einen 26-Jährigen aus dem gesperrten Lichtenauer See bei Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz) geborgen. Er war in der vergangenen Woche laut Polizei mit einem Schlauchboot gekentert. Einen Badetoten gab es zudem in einer ehemaligen Kiesgrube in Dresden-Leuben. Am Sonntag war der Mann beim Baden untergegangen.