Das seien elf Prozent weniger als im Vorjahr.

Unter anderem sei das Wetter 2015 ungünstig gewesen, erklärte Junhold. Der Zoo-Chef blickt jedoch optimistisch auf das kommende Jahr: Es wird weiter an neuen Anlagen gebaut.

Zudem steht mit einer Elefantengeburt in den nächsten Wochen ein Höhepunkt an. Sehr kalte Temperaturen zum Osterfest und heiße Sommerwochen hätten dem Zoo die Besucherbilanz verhagelt, sagte der Direktor. Außerdem habe es durch das Stadtjubiläum "1000 Jahre Leipzig" viel Konkurrenz gegeben. Ohnehin pendelten sich die Besucherzahlen auf einem normalen Niveau ein. Die Spitzenjahre 2011/12, als vor allem wegen der neuen Riesentropenhalle Gondwanaland jeweils mehr als zwei Millionen Gäste kamen, seien Ausreißer gewesen.

2016 wird der Zoo vermutlich mit einer Elefantengeburt beginnen. Die 41 Jahre alte Kuh Thura ist trächtig, mit der Geburt werde zwischen Mitte Dezember und Mitte März gerechnet. Derzeit wird mit dem Elefanten trainiert, damit alles gutgeht. "Sie ist eine erfahrene Kuh, aber es bleibt ein Risiko", erklärte Junhold.

Die jüngsten beiden Elefantengeburten im Leipziger Zoo endeten tragisch. Im März 2015 musste das kranke Baby der Kuh Hoa eingeschläfert werden. 2012 hatte Hoa ihr Kalb unmittelbar nach der Geburt attackiert. Das Tier überlebte nicht. "Wir sind jetzt mal dran, dass alles gutgeht", sagte Junhold.