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Besserer Schutz für Bergbau-Kippen

Cottbus. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) wird in diesem Jahr mit dem Aufbau eines eigenen seismischen Mess-Systems beginnen. Das kündigte LMBV-Chefgeologe Eckhard Scholz an. Simone Wendler

Dieses System soll dabei helfen, sich entwickelnde Gefahrensituationen in rutschungsgefährdeten Kippenböden des Altbergbaus rechtzeitig zu erkennen. Dieses Projekt ist eine der Maßnahmen, die von der LMBV zusammen mit einem vor zwei Jahren gegründeten geotechnischen Beirat entwickelt wurden, um die mit dem aufsteigenden Grundwasser entstandenen Sicherheitsprobleme in den Griff zu bekommen.

Am Samstag stellte Scholz die bisherigen Ergebnisse dieses Beirates auf einem geotechnischen Fachsymposium zum Thema "Standsicherheit von Kippen des Braunkohlenbergbaus" in Cottbus vor.

Im ehemaligen Tagebaufeld Seese-West bei Lübbenau laufen zur Zeit Feldversuche der LMBV zur nachträglichen Verfestigung gefährdeter Böden durch oberflächennahe kleine Sprengungen. Im Herbst sollen dafür voraussichtlich erste Auswertungsergebnisse vorliegen, kündigte Eckhard Scholz an.

Nach mehreren gefährlichen Rutschungen bereits freigegebener Flächen wurden 2011 rund 17 000 Hektar Kippengelände wieder gesperrt. Die wissenschaftliche Auswertung dieser Ereignisse durch die Bergakademie Freiberg ist noch nicht fertig. Mit einer baldigen Freigabe der Sperrflächen sei, so Scholz, nicht zu rechnen. Lausitz Seite 3