Was den Datenschutz im öffentlichen Bereich angehe, liege Sachsen bundesweit "im guten Mittelfeld", erklärte Schurig. Seit der Snowden-Affäre und nach entsprechenden Anforderungen seiner Behörde habe es positive Entwicklungen gegeben. Er verwies auf das sächsische E-Government-Gesetz und Verbesserungen bei der IT-Sicherheit. Firmen und Privatleute ließen aber häufig Sensibilität in Hinblick auf den Umgang mit Daten vermissen. Als Beispiel wurde das Einbehalten von Personalausweisen oder Gesundheitskarten als Pfand für den Verleih von Sachen genannt.

Im Berichtszeitraum wurden acht Beanstandungen gegen öffentliche Einrichtungen ausgesprochen, etwa wegen Verstoßes gegen die ärztliche Schweigepflicht in einem Gefängnis oder die unzulässige Datenweitergabe durch Gemeinde- oder Landratsämter.

62 Ordnungswidrigkeitsverfahren gab es, die Verwarn- oder Bußgelder in Höhe von insgesamt 11 160 Euro einbrachten.