Die Menge des Mülls, den Menschen in Wald, Feld sowie auf Plätzen in den Städten zurücklassen, bleibe nach einem Rückgang in vergangenen Jahren derzeit annähernd konstant.Verursacher selten gestelltRund eine halbe Million Euro hat es 2008 allein Leipzig gekostet, illegal abgeladenen Müll zu entsorgen. Die Zahl der abgestellten Autowracks etwa sei seit 2006 kontinuierlich gestiegen: Von 21 auf 38 im vergangenen Jahr. Dafür gingen die Fälle illegaler Müllentsorgung von 122 auf 79 zurück. "Die Verursacher werden in den seltensten Fällen auf frischer Tat gestellt", sagte Christoph Sorger von der Stadtverwaltung. 2008 seien im Amt für Umweltschutz 215 Anzeigen zu Abfall-Verstößen eingegangen, am Ende in 17 Fällen ein Bußgeldbescheid erlassen worden.In Dresden ist der illegal abgelagerte Müll laut Stadtverwaltung immer mehr zurückgegangen: Von mehr als 1330 Tonnen 2006 auf etwa 1000 Tonnen in den beiden vergangen Jahren. Allerdings verteilen die Leute ihren Unrat auf immer mehr Stellen im Stadtgebiet. "Dadurch ist der Aufwand für das Einsammeln gestiegen", sagt Margit Reichert vom Umweltamt. Ein Anstieg wird bei illegal entsorgten Haushalt- und Fernsehgeräten, Altreifen oder Kfz-Batterien verzeichnet. Dresden muss jährlich etwa 145 000 Euro für die Beseitigung der Hinterlassenschaften aufbringen. Selbst wenn die Leute ihren Müll zu den Containern bringen, kann es teuer werden: Die Reinigung der 650 Stellplätze für Wertstoffe, wo Menschen einfach ihren Kram abstellen, koste rund 470 000 Euro pro Jahr.Der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal hat 2007 rund 221 000 Euro wegen illegalen Mülls den Gebührenzahlern extra aufgebürdet, der Erzgebirgskreis 54 000 Euro. Entsorgt wurden gemischte Siedlungsabfälle, Sperrmüll, Reifen und Räder aller Größen, Bauschutt sowie Baustellenabfälle. Da nehmen sich die 8300 Euro im früheren Kreis Löbau-Zittau für 2008 vergleichsweise gering aus.Parkplätze geschlossen"Früher war‘s schlimmer", sagt Heiko Müller, Chef des Forstbezirks Dresden. Dann habe die Forstverwaltung die vielen kleinen Parkplätze an der Dresdner Heide geschlossen. Aber noch immer wird regelmäßig ein Traktor durch die Heide geschickt. "Wald beräumen", sagt Müller.