Die konservative Regierungskoalition nahm der Linken die beiden südlichen Regionen Kalabrien und Kampanien ab, und nach einem längeren Kopf-an-Kopf-Rennen gingen auch Piemont und Latium an das seit zwei Jahren in Rom regierende Bündnis. Berlusconi sagte, die Koalition seiner Partei "Volk der Freiheit" (PdL) mit der Lega habe sich als "robuste Erneuerungskraft bis in die Regionen" erwiesen. Berlusconi hatte die Regionalwahlen zuvor zu einem nationalen Test für seine Politik ausgerufen. Großer Gewinner der Wahlen ist die rechtspopulistische Lega Nord von Umberto Bossi: Berlusconis Koalitionspartner konnte in Piemont, Venetien und in der Lombardei Spitzenergebnisse erzielen. Politikverdrossenheit und Wahlenthaltung prägten den Urnengang. Nur etwa 64 Prozent der Wahlberechtigten stimmten ab, rund sieben Prozentpunkte weniger als bei den Regionalwahlen 2005. dpa/kr