"Wir sind für das Eisenbahn-Bundesamt wieder ein normales Bahnunternehmen", sagte Buchner am Donnerstagabend auf einem Adventsempfang der S-Bahn. "Das ist für uns eine neue Ära, in die wir jetzt eintreten."

Vor mehr als drei Jahren war die Tochter der Deutschen Bahn als Folge von Missmanagement und technischen Mängeln ihrer Züge in eine schwere Krise gestürzt. Das EBA hatte wiederholt große Teile der Fahrzeugflotte aufgrund versäumter Wartungen und notwendiger technischer Überarbeitung aus dem Verkehr gezogen. Im Sommer und Herbst 2009 stand das Unternehmen zeitweise vor dem Kollaps. Vor diesem Hintergrund verlängerte das EBA damals die Betriebserlaubnis nur für ein Jahr.

Im Oktober 2010 erhielt das Unternehmen dann eine auf drei Jahre befristete Betriebsgenehmigung, die nun vorzeitig verlängert wurde. Nach den Worten Buchners hatte das EBA die S-Bahn im vergangenen September einer strengen Betriebsprüfung unterzogen. Die Aufsichtsbehörde sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bahntochter alle Maßnahmen ergriffen habe, um einen sicheren Betrieb und die Instandhaltung der Züge zu gewährleisten.

Mittlerweile stehen der S-Bahn wieder 560 Viertelzüge zu je zwei Wagen zur Verfügung und damit schon fast wieder so viele, wie entsprechend den Abmachungen mit den öffentlichen Auftraggebern eigentlich zum Einsatz kommen sollen.