Jahrhundert auch zur politischen Hetze genutzt werden, zeigt das Deutsche Historische Museum in Berlin in einer neuen Ausstellung. "Sie ist von erschreckender Aktualität", sagte Museumsdirektor Alexander Koch am Dienstag.

Die Schau "Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute" fällt mitten in die Flüchtlingsdebatte. Zu sehen sind etwa alte Werbesammelbilder aus der Kolonialzeit, judenfeindliche Sticker von Nationalsozialisten - und Aufkleber von heute, etwa mit dem Anti-Flüchtlings-Slogan "Refugees not welcome". Immer auch im Blick: die Gegenseite. Die Schau porträtiert zum Beispiel eine Frau, die mit dem Spachtel loszieht, um rechte Aufkleber zu entfernen. Die Sonderausstellung wurde am Dienstagabend eröffnet und läuft bis Ende Juli.

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