Oder historisch wie die Dauerausstellung über zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte. Das Jüdische Museum Berlin setzt deutliche Akzente in der Museumslandschaft der Hauptstadt - und lockt damit Besucher aus aller Welt an.

Am heutigen Donnerstag erwartet das Museum seinen zehnmillionsten Besucher. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), Museumsdirektor Peter Schäfer und der Gründungsdirektor des Hauses, W. Michael Blumenthal, werden den Ehrengast begrüßen. Das Museum gehört nach eigenen Angaben zu den zehn meistbesuchten Ausstellungshäusern der Stadt. Blumenthal, in Oranienburg bei Berlin geboren, hatte während der NS-Zeit mit seiner Familie aus Deutschland fliehen müssen. In den USA wurde er später außenpolitischer Berater der Präsidenten John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson sowie Finanzminister unter Präsident Jimmy Carter. 1997 kehrte er nach Berlin zurück und machte das Jüdische Museum zu einem der weltweit wichtigsten Informationsorte für deutsch-jüdische Geschichte. "Dadurch habe ich mein Geburtsland wieder richtig kennen- und es schätzen und bewundern gelernt", sagte Blumenthal am vergangenen Wochenende über seine Rückkehr zur Museumsgründung.

Das 2001 eröffnete Museum zieht Menschen aus aller Welt an. 70 Prozent der Besucher kommen aus dem Ausland, wie das Museum errechnete. Die meisten ausländischen Besucher sind Italiener, gefolgt von Briten, Franzosen und US-Amerikanern.