In einem Schreiben appellieren 350 Unterstützer an die Verantwortlichen der Bundes- und Landesregierung, der Stadt Dresden sowie der Unesco, das Weltkulturerbe "Dresdner Elbtal" zu erhalten, wie ein Sprecher der Initiative gestern in Berlin mitteilte.
Die Vertreter der Initiative seien besorgt, dass die Kulturstadt Dresden durch einen überdimensionalen Brückenbau über die Elbe die Schönheit sowie die historische und kulturhistorische Bedeutung des Weltkulturerbes zerstört. Die geplante Betonbrücke (die RUNDSCHAU berichtete) werde die Elbauen zerschneiden und mit Abgasen belasten. Dem Schreiben zufolge würden durch dieses "autobahnähnliche Monster" einzigartige Blicke auf das Stadtzentrum, zu den Elbhängen sowie auf die Tafelberge des Elbsandsteingebirges entwertet.
Nach Angaben der Initiative gibt es Gutachten, die eine Tunnellösung für nicht kostspieliger als den Bau einer Brücke halten. Der Bund, der Freistaat Sachsen und die Stadt Dresden seien aufgefordert, ihrer nationalen Kulturverpflichtung zur Wahrung dieses Weltkulturerbes einen höheren Rang einzuräumen als rein wirtschaftlichen Interessen. Neben dem Träger des alternativen Nobelpreises Hans-Peter Dürr unterstützt auch die Präsidentin der Universität Viadrina, Gesine Schwan, das Vorhaben. (dpa/mb)