Die Tat ereignete sich am späten Mittwochabend in dem Spreewalddorf auf dem Grundstück der Frau. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Cottbus drang der Mann am späten Abend in die Wohnung seiner Ex-Freundin ein und tötete ihren neuen Lebensgefährten, der im Bett lag, mit mehreren Messerstichen. Dann habe er die Frau durch das Haus verfolgt und ebenfalls in Tötungsabsicht auf sie eingestochen. Die Frau konnte sich schwer verletzt zu Nachbarn retten, schwebt jedoch in Lebensgefahr.

"Der Tatverdächtige hat vor der Haftrichterin ein Geständnis abgelegt", sagte Oberstaatsanwältin Petra Hertwig. Er habe seine Tat damit begründet, dass er die Trennung von seiner früheren Lebensgefährtin nicht verwunden habe.

Das Amtsgericht Cottbus erließ gegen den 44-Jährigen Haftbefehl wegen Mordes, versuchten Mordes, schwerer Körperverletzung und versuchter Brandstiftung. Nach der Bluttat hatte er versucht, auf dem Grundstück Feuer zu legen. Der Brand konnte jedoch von der örtlichen Feuerwehr schnell gelöscht werden. Am heutigen Freitag sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Cottbus der getötete Mann obduziert und die Verletzungen der Frau gerichtsmedizinisch begutachtet werden.

Nach Auskunft von Dorfbewohnern war die Frau zusammen mit dem mutmaßlichen Täter vor etwa drei Jahren aus Berlin in den Spreewald gezogen, hatte sich aber inzwischen von ihm getrennt.