So soll nur ein Rettungswagen mit einem Sanitäter und einem Rettungs-Assistenten auf dem Flugplatz stationiert werden. Das sei zu wenig für rund 20 000 Angestellte und täglich etwa 75 000 Fluggäste.

Bei einer Katastrophe würde die Leitstelle in Cottbus mindestens 16 Rettungswagen schicken. Woher die bei einem Katastrophenfall kommen sollen, ist den Berliner Ärzten offenbar rätselhaft. Die Retter müssten wohl aus der gesamten Region zusammengezogen werden. Der Landkreis Dahme-Spreewald selbst verfüge nur über 15 Rettungswagen.

"Es kann nicht sein, dass der Landkreis Dahme-Spreewald mit Verwaltungssitz in Lübben letztverantwortlich für die medizinische Versorgung des künftigen Hauptstadtflughafens ist", wird der Berliner Ärztekammerpräsident zitiert.

Flughafen-Sprecher Ralf Kunkel wies die Vorwürfe zurück. "Das ist Unfug. Hier versucht sich jemand auf Kosten der Flughafengesellschaft zu profilieren, um Schlagzeilen zu machen." In einem mit den Behörden abgestimmten Flughafennotfallplan seien alle erdenklichen Notfälle erfasst, Alarmierungsverfahren und -checklisten festgelegt sowie Notfallverfahren zur Behandlung der Notfälle beschrieben.