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| 13:03 Uhr

Größtes Verwaltungsgericht Deutschlands
Zahl der Asylklagen in Berlin geht zurück

Seit 2018 nimmt der Aktenberg in Berlin ab.
Seit 2018 nimmt der Aktenberg in Berlin ab. FOTO: dpa / Felix Kästle
Berlin. An Deutschlands größtem Verwaltungsgericht in Berlin geht die Zahl der Asylklagen zurück. Wurden im letzten Jahr 11 910 neue Verfahren registriert, gab es im ersten Halbjahr 2018 noch 2379 neue Asylklagen, wie Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) mitteilte. dpa

„Die Spitze ist überwunden.“ Von insgesamt 19 649 beim Verwaltungsgericht neu eingereichten Klagen im Vorjahr entfielen knapp 61 Prozent auf Asylstreitigkeiten, laut Angaben waren es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres noch rund 37 Prozent. 2017 gingen zudem 2589 Anträge für einen Einstweiligen Rechtsschutz ein, im ersten Halbjahr 2018 waren es noch 998 Anträge.

Nach der Flüchtlingswelle 2015 stieg die Zahl der Klagen von Asylsuchenden bundesweit enorm. Am Berliner Verwaltungsgericht wurde die Zahl der Richterstellen von 94 im Jahr 2016 auf derzeit 133 erhöht. Neue Kammern wurden gebildet, deren Richter ausschließlich über Klagen von Menschen entscheiden, die gegen ihre Ablehnung als Asylbewerber oder eine geplante Abschiebung vorgehen.

Ende 2017 waren noch 13 603 Asylklagen nicht entschieden. Ein halbes Jahr später lag die Zahl offener Verfahren bei 12 964.