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Wirtschaftssenatorin Ramona Pop gegen ICC-Abriss

Das Internationale Congress-Centrum (ICC) in Berlin. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv
Das Internationale Congress-Centrum (ICC) in Berlin. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv FOTO: Bernd von Jutrczenka
Berlin. Das Internationale Congress Centrum (ICC) soll nach dem Willen von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop saniert und weiter genutzt werden. Wie die „Berliner Morgenpost“ (Montag) schreibt, lehnt die Grünen-Politikerin einen Abriss ab, wie ihn der Aufsichtsratsvorsitzenden der Berliner Messegesellschaft, Wolf-Dieter Wolf, vorgeschlagen hatte. Man müsse sich endlich „mit wirtschaftlichen Lösungen“ beschäftigen, sagte er der Zeitung. dpa

Die Koalition habe sich jedoch darauf verständigt, die Kongressnutzung wieder zu ermöglichen, sagte Pop. „Deshalb ist ein Abriss kein Thema für uns.“

Die Messegesellschaft benötigt mehr Platz. Das 1979 gebaute und mit Asbest belastete ICC ist sanierungsbedürftig. Es wurde seit 2014 nicht mehr für Veranstaltungen genutzt und diente bis zum Spätsommer dieses Jahres vorübergehend als Flüchtlingsunterkunft für mehr als 500 Menschen.

Die Sanierung des maroden Kongresszentrums gilt insbesondere wegen der Schadstoffentsorgung als sehr aufwendig. Wirtschaftsexperten der oppositionellen CDU, FDP und AfD forderten ein Konzept für das Gebäude. Auch sie lehnen dem Bericht zufolge einen Abriss ab.