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Wieder mehr Komasäufer in Brandenburg

Ein Mensch sitzt hinter Alkoholflaschen. Foto: Jens Büttner/Archiv
Ein Mensch sitzt hinter Alkoholflaschen. Foto: Jens Büttner/Archiv FOTO: Jens Büttner
Potsdam. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Komasäufer unter Kindern und Jugendlichen in Brandenburg deutlich angestiegen. Insgesamt wurden 503 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren mit einer akuten Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt. Das geht aus einer Statistik des Statistischen Bundesamtes hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hatte die Daten recherchiert. dpa

2015 hatte die Zahl demnach noch bei 416 gelegen. Das sei ein Anstieg von 20,9 Prozent. Nur in Sachsen-Anhalt stieg die Zahl prozentual gesehen noch stärker an. Besonders Jungen tranken sich häufiger ins Koma (plus 30,2 Prozent). Bei den Mädchen und jungen Frauen betrug der Anstieg demnach lediglich 9,2 Prozent.

Bei den Jungen und Mädchen in der Altersgruppe von 10 bis 15 wurden 80 Komasäufer (plus 8,1 Prozent) ins Krankenhaus eingeliefert. In der Altersgruppe von 15 bis 20 stieg die Zahl dagegen deutlich von 342 auf 423 um 23,7 Prozent.

Nach Angaben der DAK gab es bundesweit nur 1,8 Prozent mehr Komasäufer. Demnach wurden insgesamt 22 309 Kinder und Jugendliche nach exzessivem Alkoholkonsum im Krankenhaus behandelt. Damit gebe es erstmals seit 2012 wieder einen Anstieg beim Komasaufen.