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Wegen Schweinepest: Keine Einfuhr tierischer Produkte

Ein Wildschwein in einem Gehege eines Wildparks in Frankfurt (Oder). Foto: Patrick Pleul/Archiv
Ein Wildschwein in einem Gehege eines Wildparks in Frankfurt (Oder). Foto: Patrick Pleul/Archiv FOTO: Patrick Pleul
Berlin. Nach Fällen der Afrikanischen Schweinepest in Osteuropa ruft die Berliner Senatsverwaltung für Verbraucherschutz dazu auf, keine tierischen Lebensmittel aus betroffenen Ländern mitzubringen. Es gehe um Produkte aus der Ukraine, Weißrussland, Litauen, Polen, Tschechische Republik, Lettland und Estland, hieß es in einer Mitteilung. Der Grund: In betroffenen Regionen hätten sich nicht durchgegarte Fleischerzeugnisse wie etwa Rohschinken oder Salami als eine Hauptinfektionsquelle erwiesen. dpa

Menschen erkranken zwar nicht an dem Virus, Tierhaltern jedoch droht bei Fällen im Schweinestall ein hoher wirtschaftlicher Schaden. Vorbeugend sei es wichtig, dass Schweine und Wildschweine keinen Zugang zu Abfällen und Lebensmittelresten des Menschen hätten, betont die Behörde. Finder eines toten Wildschweins werden gebeten, das zuständige Forstamt oder das Veterinäramt des Bezirks zu informieren. Für Untersuchungen auf die Afrikanische Schweinepest würden regelmäßig Proben von tot gefundenen Wildschweinen entnommen.

Für Schweine und Wildschweine verläuft die Afrikanische Schweinepest meist tödlich. Im Nachbarland Polen zum Beispiel gibt es immer wieder Fälle in Schweinemastbetrieben. Experten befürchten, dass der Erreger früher oder später auch nach Deutschland eingeschleppt wird.