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| 07:07 Uhr

Deutsche Bahn rechnet mit volleren Zügen
Warnstreik an Berliner Flughäfen: Zahlreiche Flüge gestrichen

 Aufgrund des Warnstreiks von Sicherheitspersonal an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld werden etliche Flüge ausfallen. Die Deutsche Bahn rechnet wegen des Streiks mit volleren Zügen von und nach Berlin.
Aufgrund des Warnstreiks von Sicherheitspersonal an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld werden etliche Flüge ausfallen. Die Deutsche Bahn rechnet wegen des Streiks mit volleren Zügen von und nach Berlin. FOTO: dpa / Ralf Hirschberger
Berlin. An den Berliner Flughäfen hat am Montagmorgen ein mehrstündiger Warnstreik des Sicherheitspersonals begonnen. Er führt zu erheblichen Einschränkungen für Passagiere.


In Schönefeld seien alle Abfertigungen geschlossen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Zahlreiche Flüge wurden laut der An- und Abflugpläne der beiden Airports gestrichen, viele andere haben mehrstündige Verspätungen. In Tegel und Schönefeld seien mehr als 300 Sicherheitsmitarbeiter in Streik getreten, so der Gewerkschafter. Verdi hatte für die Zeit zwischen 5 Uhr und 8.45 Uhr zu einem Warnstreik aufgerufen.

Aufgrund des Warnstreiks komme es „voraussichtlich zu starken Beeinträchtigungen im Luftverkehr. Wir bitten alle Passagiere ausdrücklich, sich vor der Anreise am 7. Januar 2019 bei Ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu informieren“, heißt es auf der Webseite www.berlin-airport.de.

Deutsche Bahn rechnet mit volleren Zügen

Nach Angaben vom Sonntag soll die Arbeitsniederlegung mindestens 80 Verbindungen in Berlin treffen – mit gestrichenen oder verspäteten Flügen. In Schönefeld sollte laut aktuellem Flugplan um 7.17 Uhr die erste Maschine ankommen und um 10 Uhr sollten die ersten Flugzeuge starten. In Tegel war für 6.30 der erste Abflug angekündigt und für 7.15 die erste Ankunft.

Aufgrund des Streiks rechnet die Deutsche Bahn „bis in die Mittagsstunden mit einem erhöhten Reisendenaufkommen in den Fernverkehrszügen von und nach Berlin“, heißt es auf www.bahn.de. Deswegen werde, wenn möglich, eine Sitzplatzreservierung empfohlen.

Verdi: ein Warnsignal

Grund der Arbeitsniederlegung an den Berliner Flughäfen sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) für die bundesweit 23 000 Beschäftigten der Flugsicherheit. Die Gewerkschaft verlangt einen Stundenlohn von 20 Euro. Am 23. Januar geht es in die nächste Runde.

Verdi sprach von einem Warnsignal an die Arbeitgeber, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. „Wenn das bis zur nächsten Runde nicht geschieht, sind weitere Streiks nicht auszuschließen“, erklärte ein Verdi-Sprecher. Auf den beiden Berliner Airports sind laut der Gewerkschaft rund 3000 Beschäftigte bei privaten Sicherheitsfirmen angestellt.

(dpa/lsc)