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Von Ampelmann bis Mauerrest: So viel DDR steckt in Berlin

Touristen an der East Side Gallery in Berlin mit Schirmen. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv
Touristen an der East Side Gallery in Berlin mit Schirmen. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv FOTO: Maurizio Gambarini
Berlin. Seit mehr als 27 Jahren existiert die DDR nicht mehr. Doch in Berlin ist sie immer noch präsent: In Museen und Gedenkstätten wird an das Regime erinnert - aber auch auf der Straße kann man der DDR begegnen. Zum Beispiel am DDR-Softeisstand in Friedrichshain, im DDR-Restaurant, bei den verkleideten Soldaten am Checkpoint Charlie oder an mehr als 2000 Ampelanlagen. Der rote oder grüne Ampelmann mit Hut gehört zu den bekanntesten Symbolen der DDR und ist auch als Souvenir beliebt. dpa

DDR-Opferverbände kritisieren den teils kitschigen Erinnerungsmix. Für den Berliner Zeithistoriker Martin Sabrow ist diese Mischung aus Erinnerung und bunter Folklore hingegen normal: „Es gibt zwei sehr unterschiedliche Erinnerungsnarrative: Diktatur und Alltag.“ Die DDR sei nicht nur ein Regime gewesen, sondern auch ein Land, in dem gelebt, gelitten und gelacht wurde. Deshalb gebe es neben den Denkmalen, Gedenkstätten und Museen, die vor allem Repression, Teilung und Verfolgung thematisieren, auch alltägliche Erinnerungskultur - zum Beispiel im Restaurant oder beim Ampelmann.