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Verteidigung scheitert: Mordprozess nicht ausgesetzt

Der Angeklagte mit Handschellen im Landgericht. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Der Angeklagte mit Handschellen im Landgericht. Foto: Patrick Pleul/Archiv FOTO: Patrick Pleul
Frankfurt. dpa/bb) - Das Verfahren wegen dreifachen Mordes vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) sollte aus Sicht der Verteidigung ausgesetzt werden. Der Anwalt des Angeklagten reichte am Dienstag einen entsprechenden Antrag ein. Hintergrund ist, dass die Vorsitzende Richterin unmittelbar davor einen rechtlichen Hinweis verlesen hatte. Darin wurde der Angeklagte darauf hingewiesen, dass bei einer möglichen Verurteilung wegen Mordes auch andere Mordmerkmale in Betracht kommen könnten als in der Anklage aufgeführt. dpa

dpa/bb) - Im Dreifachmord-Prozess vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) ist die Verteidigung mit einem Antrag auf Aussetzung des Verfahrens gescheitert. Die Richter lehnten ihn am Dienstag ab. Auslöser für den Antrag war, dass die Vorsitzende Richterin darauf hingewiesen hatte, dass bei einer möglichen Verurteilung des Angeklagten wegen Mordes auch andere Mordmerkmale in Betracht kommen könnten als in der Anklage aufgeführt. Der 25-Jährige soll Ende Februar 2017 in Müllrose (Oder-Spree) zuerst seine Großmutter erstochen und danach auf der Flucht mit einem Auto zwei Polizisten totgefahren haben.