ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:20 Uhr

US-Truppenbewegung führt wieder durch Brandenburg

US-Militärfahrzeuge fahren nahe Brück (Brandenburg) auf der Straße eines Truppenübungsplatzes. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv
US-Militärfahrzeuge fahren nahe Brück (Brandenburg) auf der Straße eines Truppenübungsplatzes. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv FOTO: Ralf Hirschberger
Potsdam. Durch Brandenburg rollen im Mai und Juni diesen Jahres wieder Truppen, Fahrzeuge und Panzer der US-Streitkräfte. Als Teil der US-Truppenbewegung „Atlantic Resolve III“ nach Osteuropa legen am 20. Mai in Antwerpen drei Schiffe mit 3500 Soldaten und ungefähr 1400 Fahrzeuge samt Material an. Sie werden auch über Straßen und Schienen in Brandenburg nach Polen und Litauen gebracht, teilte der Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, Oberst Olaf Detlefsen, am Dienstag mit. dpa

Durch Brandenburg rollen im Mai und Juni dieses Jahres wieder Truppen, Fahrzeuge und Panzer der US-Streitkräfte. Als Teil der US-Truppenbewegung „Atlantic Resolve III“ nach Osteuropa legen am 20. Mai in Antwerpen drei Schiffe mit 3500 Soldaten und ungefähr 1400 Fahrzeugen samt Material an. Sie werden auch über Straßen und Schienen in Brandenburg nach Polen und Litauen gebracht, wie der Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, Oberst Olaf Detlefsen, am Dienstag mitteilte. 85 Prozent des Materials wird auf Schienen, der Rest in Konvois mit je 15 bis 20 Fahrzeugen auf der Straße bewegt. Bei der Truppenverlegung werden andere Streitkräfte abgelöst. Mit der Aktion sollen seit 2014, als Russland die Krim annektierte, die Nato-Partner in Osteuropa unterstützt werden.

Auch die Übung „Saber Strike 18“ ist Teil der US-Truppenbewegung und dient dem Schutz der östlichen Nato-Mitglieder. Das amerikanische Kontingent beträgt ungefähr 12 500 Soldaten. Die Übungen finden auf Übungsplätzen in Estland, Litauen, Lettland und Polen statt. An ihr nehmen insgesamt 20 000 Soldaten aus 19 Ländern, darunter zahlreiche Nato-Länder, teil. Die Verlegung zur Übung soll im Zeitraum vom 28. Mai bis zum 21. Juni stattfinden und kostet die US-Regierung nach Angaben der US-Botschaft ungefähr 21 Millionen US-Dollar (rund 17,6 Millionen Euro). Unterstützt werden die US-Streitkräfte bei beiden Aktionen von der Bundeswehr, die unter anderem Kasernen und logistische Hilfe bereitstellt.

Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) erklärte, Deutschland und Polen seien beides Mitglieder der Nato. Deshalb könne sich das Nachbarland jederzeit auf die Bündnistreue Deutschlands verlassen. „Ich bin jedoch nach wie vor der Überzeugung, dass wir einen intensiven Dialog mit Russland brauchen und deswegen sehr froh darüber, dass der Bundesaußenminister diesen auch angekündigt hat.“