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| 14:46 Uhr

Trauriges Resümee
Auch zu Weihnachten: 37 Tiere in sechs Tagen in Berlin ausgesetzt

 Die Hundewelpen Aneta (l.) und Wanda werden von einer Tierpflegerin im Tierheim Berlin im Arm gehalten. Beide Tiere wurden zusammen mit zwei weiteren Welpen in Spandau ausgesetzt.
Die Hundewelpen Aneta (l.) und Wanda werden von einer Tierpflegerin im Tierheim Berlin im Arm gehalten. Beide Tiere wurden zusammen mit zwei weiteren Welpen in Spandau ausgesetzt. FOTO: dpa / Kay Nietfeld
Berlin. Im Berliner Tierheim gibt es einen traurigen Rückblick auf die Weihnachtszeit. Insgesamt wurden zwischen dem 20. und 26. Dezember 37 Tiere abgegeben, sagte Sprecherin Annette Rost. Die Mehrzahl sei vermutlich ausgesetzt worden.

Unter den zwölf Katzen wurden zum Beispiel Jungtiere in einem Hinterhof und einem Park entdeckt, als sie verloren in Regen und Kälte herumirrten. Unter dem Dutzend abgegebener Hunde seien auch vier Welpen. „Sie sind rund drei Monate alt und wurden auf einer Straße in Spandau gefunden“, sagte Rost. Sie vermute, dass die Tiere aus dem illegalen Welpenhandel stammen und vor Weihnachten nicht verkauft werden konnten. Alle Tiere hatten Würmer und Durchfall.

Inzwischen erholen sich die Jungen auf der Krankenstation des Tierheims. „Sie sind sehr verspielt“, sagt Rost. Sechs der anderen Hunde seien inzwischen wieder abgeholt worden - sie waren ihren Besitzern weggelaufen.

Ausgesetzt wurden ferner zehn Kaninchen und zwei Meerschweinchen. Das Tierheim vermittelt kurz vor Weihnachten bewusst keine Tiere, um ein herzloses „Entsorgen“ unüberlegter Tier-Geschenke während der Feiertage zu verhindern. Im Berliner Tierheim im Stadtteil Falkenberg werden insgesamt rund 1400 Tiere versorgt.

(dpa)