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Trecker und Kochtopf: Demo für ökologischere Landwirtschaft

Plakat mit der Aufschrift „Wir haben es satt!“ an einem fahrenden Traktor. Foto: Christian Pörschmann
Plakat mit der Aufschrift „Wir haben es satt!“ an einem fahrenden Traktor. Foto: Christian Pörschmann FOTO: Christian Pörschmann
Berlin. Parallel zur Agrarmesse „Grüne Woche“ in Berlin wollen an diesem Samstag (11.00) Tausende Menschen für eine grundlegende Neuausrichtung der Landwirtschaft demonstrieren. Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ haben zahlreiche Organisationen dazu aufgerufen. Der Protest, zu dem auch eine Trecker-Parade und ein Kochtopf-Konzert gehören, richtet sich unter anderem gegen Riesenställe und zu viele Unkrautvernichtungsmittel. Unter den Initiatoren sind Verbände ökologisch und konventionell wirtschaftender Bauern, Umwelt- und Tierschützer sowie kirchliche Hilfswerke. dpa

Tausende Bauern und Umweltaktivisten sind am Samstagvormittag unter dem Motto „Wir haben es satt“ zu einer Demonstration vom Berliner Hauptbahnhof ins Regierungsviertel gestartet. Mit dem Protestmarsch wollen sie parallel zur Grünen Woche ein Zeichen gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft setzen. Die Demonstranten fordern eine ökologischere Landwirtschaft, in der auch Familienbetriebe eine gute Chance haben. Sie werden von einer bunten Parade aus Dutzenden Treckern begleitet.

„Es gibt gute Gründe, die Dinge zu verändern: Artensterben, Grundwasserverschmutzung und Billigexporte nach Afrika“, sagte Anton Hofreiter, der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, zum Start der Demonstration. Es sei wichtig, dass die Agraropposition aus Biobauern und Landwirten zeige, dass sie sich nicht spalten lasse. Vor dem Wirtschaftsministerium wollen die Demonstranten ein lautes Kochtopf-Konzert beginnen.

Für den Trecker-Konvoi haben sich Bauern aus ganz Deutschland zusammengetan. „Einige Landwirte sind per Traktor sogar aus Süddeutschland angereist. Trotz des Sturms“, sagte Sprecher Christian Rollmann. Das Netzwerk „Wir haben es satt“ wird von rund 50 Organisationen unterstützt, darunter sind „Brot für die Welt“, der Deutsche Tierschutzbund sowie die Umweltverbände Nabu und BUND.

Wir haben es satt