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Tod einer Berliner Künstlerin: Sechseinhalb Jahre Gefängnis

Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. Foto: Arne Dedert/Archiv
Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. Foto: Arne Dedert/Archiv FOTO: Arne Dedert
Berlin. Nach tödlichen Messerstichen auf eine 41 Jahre alte Künstlerin in Berlin-Kreuzberg ist der Täter zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht der Hauptstadt sprach den 56-jährigen Angeklagten am Montag des Totschlags schuldig. Es sei eine „absolut spontane Tat“ unter Alkoholeinfluss gewesen, begründeten die Richter. Nach einvernehmlichem Sex sei es in der Wohnung der Frau zu einer Auseinandersetzung gekommen. In einem Gerangel um ein Messer habe der Mann mindestens vier Mal auf die Frau eingestochen. dpa

Die Geschädigte war kurz nach der Attacke im März 2017 noch am Tatort gestorben. Der aus Belgien stammende Angeklagte, der für ein paar Tage als Tourist in Berlin war, hatte sich wenige Tage später in seinem Heimatland der Polizei gestellt. Zu Prozessbeginn im September gestand der frühere IT-Manager. Im Urteil wurde angeordnet, dass er nach Verbüßung eines Teils der Strafe wegen einer Suchtproblematik in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden soll.