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Tod durch Autorennen: BGH spricht am 3. März sein Urteil

Die Statue der Justitia ist zu sehen. Foto: Peter Steffen/Archiv
Die Statue der Justitia ist zu sehen. Foto: Peter Steffen/Archiv FOTO: Peter Steffen
Karlsruhe/Berlin. Unter großem Andrang von Medien hat vor dem Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag die Überprüfung des bundesweit einmaligen Urteils gegen Autoraser wegen Mordes begonnen. Das Berliner Landgericht hatte zwei Männer nach einem tödlichen illegalen Autorennen über den Kurfürstendamm zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Zudem wurde den damals 24 und 26 Jahre alten Fahrern für immer der Führerschein entzogen. Die Männer hatten dagegen Revisionen eingelegt. dpa

Der Bundesgerichtshof (BGH) wird am 3. März (15.00 Uhr) sein Urteil im Berliner Raser-Fall sprechen. Dieser hatte für Schlagzeilen gesorgt, weil das Landgericht bundesweit erstmalig zwei Raser wegen Mordes verurteilte. Die beiden waren nach einem illegalen Autorennen über den Kurfürstendamm, bei dem sie einen Menschen töteten, zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Zudem wurde den damals 24 und 26 Jahre alten Fahrern für immer der Führerschein entzogen. Die dagegen gerichtete Revision der beiden Männer wurde am Donnerstag in Karlsruhe verhandelt (4 StR 399/17).

Der Ältere war auf den Tag genau vor zwei Jahren mit Tempo 160 über eine rote Ampel gerast und hatte den Jeep eines unbeteiligten Fahrers gerammt. Der Geländewagen wurde mehr als 70 Meter weit geschleudert. Der 69 Jahre alte Mann starb noch im Auto.

Aus Sicht des Landgerichts haben die beiden Raser „mittäterschaftlich und mit bedingtem Vorsatz“ gehandelt. Sie hätten zwar niemanden vorsätzlich töten wollen, aber mögliche tödliche Folgen billigend in Kauf genommen, um zu gewinnen.

Verhandlungszettel des BGH

Urteil des LG Berlin