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Suchtberatungsstellen begrüßen Forderung nach mehr Geld

Marlene Mortler (CSU) spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Soeren Stache/Archiv
Marlene Mortler (CSU) spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Soeren Stache/Archiv FOTO: Soeren Stache
Berlin. Berliner Suchtberatungsstellen haben die Forderungen der Bundes-Drogenbeauftragten begrüßt, die Stätten mit mehr Geld auszustatten. „Viele Einrichtungen sind schlichtweg nicht ausfinanziert“, sagte Silke Biester, Fachreferentin für Suchthilfe und Psychiatrie der Berliner Caritas, der Deutschen Presse-Agentur. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hatte Anfang März verlangt, die „notorische Unterfinanzierung der kommunalen Suchthilfe“ zu beenden. dpa

Viele Häuser bräuchten mehr Geld, um langfristige Projekte wie die Zusammenarbeit mit Altenheimen und Schulen weiter zu vertiefen. Außerdem klagen einige Stätten darüber, dass sie auf dem Wohnungsmarkt wenig Erfolg haben. Der Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Christoph Lang, sagte, es treffe zu, dass die Knappheit auf dem Wohnungsmarkt vor allem zu Lasten der Schwächsten geht. „Wir unterstützen Träger, wo wir dies können, bei der Suche nach Wohnraum für ihre Projekte - dies durchaus auch mit Erfolg.“ Zudem hätten sich im Berliner Haushalt bereits die Zuschüsse an Einrichtungen der Sucht- und Drogenhilfe erhöht: Während 2017 noch 50 000 Euro eingeplant waren, sind es in diesem Jahr 940 000 und nächstes Jahr 360 000 Euro.