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Stolpe begrüßt Wiederaufbau des Garnisonkirchen-Turms

Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD). Foto: Ralf Hirschberger/Archiv
Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD). Foto: Ralf Hirschberger/Archiv FOTO: Ralf Hirschberger
Potsdam. Brandenburgs Alt-Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) hat den umstrittenen Wiederaufbau des knapp 90 Meter hohen Turms der Potsdamer Garnisonkirche begrüßt. „„Ich empfinde das auch als Wiedergutmachung der ideologisch bedingten Sprengung von 1968“, schrieb Stolpe in einem Gastbeitrag für die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“. Damals wurde die im Krieg schwer zerstörte Kirche auf Geheiß der DDR-Führung gesprengt. Mit einem Festgottesdienst soll am Sonntag der Beginn des Wiederaufbaus gefeiert werden. dpa

Stolpe plädierte für einen intensiven Dialog mit den Gegnern des Projekts, „um die Sorgen vor Förderung eines deutschen Nationalismus ernstzunehmen“. Es sei zugleich eine Chance, sich mit einem dunklen Kapitel unserer Geschichte auseinanderzusetzen und dabei Schlussfolgerungen für Gegenwart und Zukunft zu ziehen, schrieb Stolpe weiter.

Die Kritiker weisen stets auf die Rolle des Gotteshauses als Stätte des preußischen Militarismus und als Treffpunkt rechtsextremer Gruppierungen in der Weimarer Republik hin; und auf den „Tag von Potsdam“ am 21. März 1933, als Reichspräsident Paul von Hindenburg dem neuen Reichskanzler Adolf Hitler in der Kirche die Hand reichte.