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Stimmungsumschwung bei Hertha: Dardais „Riesen-Erfahrung“

Berlins Spieler feiern den Treffer zum 1:0. Foto: Axel Heimken
Berlins Spieler feiern den Treffer zum 1:0. Foto: Axel Heimken FOTO: Axel Heimken
Berlin. Hertha BSC hat sein Stimmungstief vorerst überwunden. Mit dem 2:1 über den Hamburger SV beendeten die Berliner ihre Serie von sieben Pflichtspielen ohne Sieg und wollen nun auch den ersten Erfolg in der Europa League. Vor dem Duell mit Sorja Luhansk am Donnerstag kann der Hauptstadtclub vor allem auf seine Stärke bei Standardsituationen vertrauen. Mit 13 Punkten befindet sich Hertha im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Das Wichtigste zum Sieg über den HSV. dpa

TRAINER UND SOLDAT: Das lange Warten auf ein Erfolgserlebnis und das Pokal-Aus gegen Köln hatten Dardai sichtbar zugesetzt. Besonders beklagte der Trainer nach dem befreienden und beruhigenden Sieg eine Negativstimmung im Umfeld des Clubs. „Es ist schwierig, wenn der ganze Verein so von außen beeinflusst wird, dass alle unsicher werden. Das ist nicht schön“, sagte Dardai und bezeichnete sich selbst als „Soldat, ein bezahlter, leidenschaftlicher Mitarbeiter.“ Der Trainerstab müsse „Stärke zeigen, weil alle von außen manipuliert werden.“ Gleichzeitig verbuchte Dardai die vergangenen Tage als „Riesen-Erfahrung für mich“. Intern habe es „nullkommanull“ eine Krise gegeben.

STANDARD-EXPERTEN: Mehr als die Hälfte ihrer elf Liga-Tore erzielten die Berliner nach ruhenden Bällen. Bei den Treffern von Niklas Stark und Karim Rekik gegen den HSV ging jeweils eine Ecke voraus - laut offizieller Zählung der Bundesliga entstanden sechs Hertha-Erfolgserlebnisse aus einer Standardsituation.

STIMMUNGSUMSCHWUNG: Nach dem 1:3 gegen Köln begehrten einige Hertha-Anhänger auf. Es sei ein „Wunsch von den Fans“ gewesen, dass das Team vor dem Spiel gegen den HSV in die Kurve gegangen war, berichtete Dardai anschließend. „Wir waren mit unserem letzten Spiel nicht zufrieden, die Fans auch nicht“, erklärte 2:0-Torschütze Rekik. „Und manchmal wenn es schwierig ist, muss man zusammen eine Lösung finden, und wenn man gewinnt muss man auch zusammen feiern.“

JUNGSPUND: Nach dem achten Ligaspiel ohne Sieg in Serie konnte auch der Rekord von Jann-Fiete Arp die Stimmung beim HSV nicht heben. Doch der 17-Jährige deutete nicht nur mit dem Anschlusstreffer sein Potenzial an. Das eingewechselte Sturmjuwel löste Heung-min Son als jüngsten Torschützen der Hamburger ab und ist der erste in den 2000er Jahren geborene Profi, der in der Bundesliga getroffen hat.

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