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Statistiker: Ostdeutsche im Jahr 2016 länger bei der Arbeit

Eine Karte zur Arbeitszeiterfassung unter einer Stechuhr. Foto: Armin Weigel/Archiv
Eine Karte zur Arbeitszeiterfassung unter einer Stechuhr. Foto: Armin Weigel/Archiv FOTO: Armin Weigel
Kamenz. Im Osten ist auch 2016 länger gearbeitet worden als in Deutschland insgesamt. Während in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern die Durchschnittszeit je Erwerbstätigem bei 1411 Stunden im Jahr lag, kamen die Beschäftigten im Westen auf eine Pro-Kopf-Arbeitszeit von 1347 Stunden, wie das Statistische Landesamt Sachsen in Kamenz am Donnerstag mitteilte. Am längsten wurde in Thüringen (1434 Stunden) gearbeitet, Brandenburg (1426), Sachsen-Anhalt (1418), Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern (1410) folgen dahinter. Die kürzeste Arbeitszeit hatte das Saarland mit 1319 Stunden. dpa

Im Vergleich zum Vorjahr sank das Pro-Kopf-Pensum landesweit im Vergleich zum Vorjahr um 11 Stunden. Den Spitzenwert hielt das Baugewerbe mit 1638 Stunden, das Schlusslicht bildete die Bereiche öffentliche und sonstige Dienstleistungen, Erziehung und Gesundheit mit 1352 Stunden.

Insgesamt summierten sich die Arbeitsstunden auf 2,87 Milliarden bei rund zwei Millionen Erwerbstätigen. Seit 2010 sank das Volumen den Angaben nach um 3 Prozent oder 44 Stunden. Hauptursachen sind der Anstieg bei der Teilzeit und die Abnahme der marginalen Beschäftigung sowie Ausfallzeiten wegen Krankheit und mehr Nebenbeschäftigung, erklärte die Behörde.

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