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Stasiopfer-Gedenkstätte: Fünfmillionste Besucher erwartet

Der Wachturm auf der Außenmauer der Stasigefängnis-Gedenkstätte. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv
Der Wachturm auf der Außenmauer der Stasigefängnis-Gedenkstätte. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv FOTO: Maurizio Gambarini
Berlin. In der Berliner Stasiopfer-Gedenkstätte wird am Mittwoch der fünfmillionste Besucher erwartet. Er werde von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe begrüßt (14.00 Uhr), teilte die Einrichtung am Freitag mit. Historiker Knabe sprach von einer stolzen Zahl. „Ich glaube, kein Stasi-Häftling hätte dies jemals für möglich gehalten.“ dpa

Die Besucherzahlen in der 1994 gegründeten Gedenkstätte waren stetig gestiegen. Im letzten Jahr kamen rund 440 000 Geschichtsinteressierte in das frühere zentrale Untersuchungsgefängnis des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit. Mehr als die Hälfte der Besucher waren Schüler. Etwa 30 000 Menschen mussten abgewiesen werden, weil die Einrichtung laut Mitteilung ausgebucht war. Ehemalige Häftlinge führen die Besucher durch original erhaltene Zellen und Verhörräume und berichten von einem bedrückenden Haftalltag. Seit 2013 zeigt eine Dauerausstellung zudem Zeugnisse politischer Verfolgung. Das unter Denkmalschutz stehende Areal wird über eine Stiftung zu gleichen Teilen vom Bund und dem Land Berlin finanziert.

In dem Gefängnis waren von 1951 bis 1989 mehr als 11 000 Menschen eingesperrt. Auch Oppositionelle wie Bärbel Bohley, Jürgen Fuchs, Ulrike Poppe oder Freya Klier waren in Hohenschönhausen inhaftiert.

Gedenkstätte